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20. September 2013 Die Linke Kreisverband Bottrop

Brockmann-Gelände soll Wohngebiet werden:
„Gefälligkeits-Gutachten gibt den Ausschlag“

Gammelt vor sich hin: das Brockmann-Gelände

Auf Antrag von Brockmann-Immobilien hat jetzt der Aus-schuss für Stadtplanung und Umweltschutz mit den Stimmen von SPD und CDU beschlossen, das ehemalige Brockmann-Firmengelände zum Wohngebiet umwidmen zu wollen.

Vor 2 Jahren wurde der Fenster- und Küchen-Spezialist Brockmann geschlossen: Rund 150 Menschen verloren da-mals ihren Arbeitsplatz.

Auf Antrag von Brockmann-Immobilien hat jetzt der Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz mit den Stimmen von SPD und CDU beschlossen, das ehemalige Brockmann-Firmengelände zum Wohngebiet umwidmen zu wollen.

 

Vor 2 Jahren wurde der Fenster- und Küchen-Spezialist Brockmann geschlossen: Rund 150 Menschen verloren damals ihren Arbeitsplatz.Ex-Firmeninhaber und -CDU-Ratsherr Johannes Brockmann war kürzlich an die Spitze des Musikschul-Fördervereins gewählt worden.

 

Um das Gelände besser vermarkten zu können, hatte Brockmann letztes Jahr beantragt, den Standort als Wohngebiet ausweisen zu lassen.Anstatt selber den Standort zu prüfen, forderte die Verwaltung den Grundstückseigentümer auf, „erst die Chancen einer kleinteiligen gewerblichen Nachnutzung gutachterlich untersuchen zu lassen“. Das Gutachten im Auftrag des Grundstückseigentümers erbrachte das gewünschte Ergebnis: nämlich „dass sich die Fläche aufgrund der angrenzenden Wohnbebauung und der damit verbundenen Restriktionen in Hinblick auf Lärmemissionen nicht mehr als Gewerbestandort eignet“.

 

Auf der Grundlage dieses Gutachtens haben die Mehrheitsparteien SPD und CDU im Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz nunmehr beschlossen, „eine Änderung des Flächennutzungsplans in die Wege zu leiten“.

 

LINKEN-Ratsgruppen-Vorsitzender Christoph Ferdinand kann das nicht fassen: „Es darf doch nicht wahr sein, dass hier ein Gefälligkeits-Gutachten den Ausschlag gibt. Es gibt reichlich Nachfrage für kleinteilige Gewerbeflächen in Bottrop. Das ließe sich auf den zweieinhalb Hektar des Brockmann-Geländes auch sinnvoll verwirklichen. Stattdessen wird jetzt wieder ins Auge gefasst, landwirtschaftlich genutzte Freiflächen – nämlich das Kraneburger Feld – zuzubauen. Das verträgt sich überhaupt nicht mit der ‚nachhaltigen Flächennutzung‘, wie sie die SPD/Grüne-Landesregierung kürzlich erst vollmundig im Klimaschutzgesetz festgeschrieben hat. Deshalb kann ich auch überhaupt nicht nachvollziehen, warum sich die angeblichen Öko-Parteien Grüne und ÖDP im Ausschuss enthalten haben.“