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16. Juli 2013 Die Linke Kreisverband Bottrop

Manager fordern höheren gesetzlichen Mindestlohn als SPD und Grüne - Viele im Handel arbeiten für weniger als 7 Euro pro Stunde

LINKEN-Parteivorsitzender Bernd Riexinger bei der Gewerkschafter-Konferenz am Samstag in Gelsenkirchen

Knapp 60 % der deutschen Manager sind laut einer Forsa-Umfrage für das „Handelsblatt“ für einen gesetzlichen Mindestlohn. Die Befürworter halten im Durchschnitt einen Mindestlohn von 8,88 Euro je Stunde für angemessen. Und sie erwarten, dass eine solche Lohnuntergrenze keine negativen Folgen für das eigene Unternehmen haben würde.

Weiter heißt es in dem „Handelsblatt“-Bericht: „Zudem konstatieren die Manager ein zunehmendes soziales Gefälle in Deutschland. Es sei in den vergangenen zehn Jahren größer geworden, finden 59 Prozent der Befragten.“

„Manager überholen SPD und Grüne weit links“

LINKEN-Kreissprecher Günter Blocks hebt augenzwinkernd hervor: „Damit überholen die deutschen Wirtschafts-Manager SPD und Grüne weit links: Die Manager fordern einen höheren Mindestlohn und machen zugleich deutlich, dass die Schere zwischen Arm und Reich schon unter der Schröder-Fischer-Regierung aufgeklappt ist.“

25 Mio Euro höhere Kaufkraft für Bottrop

Laut der letzte Woche veröffentlichten Pestel-Studie würde schon ein Mindestlohn von 8,50 Euro die Kaufkraft in Bottrop um 20 Millionen Euro im Jahr stärken.
„Wir LINKEN fordern einen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde. Das ergäbe rund 25 Millionen Euro mehr Kaufkraft pro Jahr und käme vor allem auch dem Bottroper Einzelhandel zu Gute“, erklärt Blocks.

LINKEN-Parteivorsitzender Riexinger auf Gewerkschafter-Konferenz

„Wir müssen nicht nur Schluss machen mit den Niedriglöhnen, sondern auch mit Werkverträgen, befristeter Beschäftigung und Leiharbeit. Dadurch sind die Menschen ständiger Unsicherheit und Willkür ausgesetzt“, sagte LINKEN-Parteivorsitzender Bernd Riexinger am Samstag auf der Gewerkschafter-Konferenz der NRW-LINKEN in Gelsenkirchen. Deshalb wolle seine Partei eine neue Regulierung des Arbeitsmarktes. „Das ist eine zentrale Aufgabe linker Politik“, meinte er.

Tarif-Konflikt im Einzelhandel

„Mehr als vier Millionen Menschen verdienen weniger als sieben Euro brutto die Stunde. 1,5 Millionen bekommen nicht einmal fünf Euro“, erläuterte Riexinger und stellte fest: „Viele von ihnen arbeiten im Einzelhandel. Es ist kein Zufall, dass sich in dieser Branche die Beschäftigten jetzt gegen Billiglöhne wehren müssen“, meinte Riexinger mit Blick auf die aktuelle Tarifauseinandersetzung im Handel.

Aus eben diesem Tarif-Konflikt berichtete Silke Zimmer, die ver.di-Landesfachbereichsleiterin im Fachbereich Handel. Sie schilderte, mit welchen Mitteln die Handels-Konzerne versuchen, die Tarifstandards der Branche zu untergraben. „Das ist ein Generalangriff auf die Gewerkschaften und gewerkschaftliche Errungenschaften“, sagte sie und erinnerte daran, dass die Arbeitgeber in dieser Tarifrunde nicht nur den Wegfall verschiedener Zulagen durchsetzen, sondern sogar eine neue Niedriglohngruppe einführen wollen.

Hinzu komme noch der Versuch von Karstadt, aus dem Tarif zu fliehen.