Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

LINKE fordert sozial-ökologischen Umbau


Kein Menschenrecht auf Sonntagsöffnung

LINKE unterstützt Kritik der Gewerkschaft ver.di an Plänen der Verwaltung.

 In der Debatte um die Zulässigkeit verkaufsoffener Sonntage unterstützt DIE LINKE die Kritik der Gewerkschaft ver.di an den geplanten sechs außerordentlichen Öffnungsterminen an Sonntagen für 2019: „Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Die zusätzlichen Öffnungstermine an arbeitsfreien Tagen bringen nur eines: Mehr Stress für die Beschäftigten und ihre Familien sowie mehr Druck für kleine Händler. Mit solchen Ladenhütern aus der neoliberalen Mottenkiste wird man die Zukunft der Bottroper Innenstadt als attraktiven Einkaufsort nicht sichern. Ganz im Gegenteil“, sagt Niels Holger Schmidt, Sprecher der LINKEN im Rat.

Seine Partei unterstützt uneingeschränkt die Kritik der zuständigen Beschäftigtenvertretung ver.di an den Plänen der Stadt. „Hier wird – wieder einmal – nach der Pfeife der großen Handelskonzerne getanzt. Eine ordnungsgemäße Abwägung, ob denn die Zusatzöffnungen tatsächlich angemessen sind, kann ich in den aktuellen Planungen der Verwaltung nicht erkennen“, betont Schmidt.

Offenbar sei dort noch nicht angekommen, dass es kein ausreichender Grund für Ausnahmen vom Sonntagsschutz sei, dass irgendein Fest veranstaltet werde und die Händler die Kasse klingeln lassen wollten. Auch die Konkurrenzsituation mit dem Onlinehandel sei nach einem Spruch des Oberverwaltungsgerichts Münster an sich kein ausreichender Grund für ein Aufweichen des Schutzes der Sonn- und Feiertagsruhe.

„Abgesehen von der juristischen Fragwürdigkeit solcher Argumente: Sie sind sachlich auch falsch. Die Ausweitung der Sonntagsöffnungen dient ausschließlich den großen Handelskonzernen, weil diese durch die massenhafte Beschäftigung von schlecht bezahltem und prekär beschäftigtem Personal die inhabergeführten Kleingeschäfte mühelos kaputt konkurrieren könnten“, so Schmidt. Er verweist in dem Zusammenhang auf die dramatischen Zahlen von ver.di zu den miserablen Beschäftigungsbedingungen, Niedriglohn und Tarifflucht im Handel.

Ganz jenseits davon sind aus Sicht der LINKEN die sechs geplanten Termine im Vergleich mit anderen Städten angesichts der Größe von Bottrop und auch gerade von Kirchhellen völlig unverhältnismäßig: „Wenn man etwa sieht, dass eine Stadt wie Hannover, Landeshauptstadt mit über einer halben Millionen Einwohner, nur vier verkaufsoffene Sonntage zulässt, zwei davon in der City, merkt man schnell, dass es kaum angemessen sein, kann, dass in Bottrop mit nicht einmal 120.000 Einwohnern sechsmal geöffnet wird“, so Schmidt.

Abschließend fordert Schmidt gerade die SPD und ihren Fraktionsvorsitzenden Thomas Göddertz auf, die Vorlagen der Verwaltung zu dem Sonntagsöffnungen im Rat abzulehnen. „Es gibt kein Menschenrecht auf verkaufsoffene Sonntage. Im Landtag plustern sich Göddertz und Genossen als angebliche Sonntagsschützer auf. Kaum ist er zurück im Wahlkreis, hat er das scheinbar schon wieder vergessen und winkt im Rat jede Gefälligkeitsgenehmigung für Verkaufssonntage durch“, kritisiert Schmidt. Auch MdB Michael Gerdes könne in Berlin etwas tun, damit Dumpingkonkurrenz im Onlinehandel unterbunden und so der stationäre Handel gestärkt werde: „Auf einen Gesetzentwurf im Bundestag, der Online-Konzerne wie Amazon durch allgemeinverbindliche Tarifverträge dazu zwingt, endlich den geltende Spielregen einzuhalten, warten wir von unserem Abgeordneten Gerdes bisher vergeblich“, resümiert Schmidt.

LINKE fordert volle Verursacherhaftung der Kokerei

"Ich kann die Sorgen der Anwohner rund um die Kokerei Prosper gut verstehen – zumal viele ihrer Fragen auch beim Runden Tisch unbeantwortet geblieben sind“, meint Heike Nürnberg, die als Kreisvorstandsmitglied der Bottroper LINKEN beim Runden Tisch im Rathaus dabei war, und sie ergänzt: „Auffällig ist ja auch, dass der Schadstoffausstoß der Kokerei seit 2011 – also seit der Übernahme durch ArcelorMittal – tendenziell stetig angestiegen ist.“

LINKEN-Kreissprecher Günter Blocks verweist zwar darauf, dass die Kokerei ein „Anker“ für das produzierende Gewerbe in Bottrop sei. Aber auch er macht sehr deutlich: „So kann man sich als Gewerbebetrieb nicht verhalten, wenn man in guter Nachbarschaft mit den Anwohnern arbeiten will.“ Sowohl die Kokerei als auch die Bezirksregierung ließen es seit Jahren an Transparenz mangeln: „Wichtige Unterlagen werden nicht offen gelegt – das muss jetzt sofort passieren. Und die Kokerei muss ihr Abluftproblem mit krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen umgehend in den Griff bekommen.“ Dazu seien sowohl Investitionen in verbesserte Technik als auch in die Weiterbildung der Belegschaft unumgänglich.

Darüber hinaus fordert DIE LINKE eine Soforthilfe für betroffene Gartenbesitzer in Höhe von zwei Euro je Quadratmeter wöchentlich, bis die Probleme im Griff sind. Blocks hierzu: „Zum einen geht es um eine angemessene Entschädigung für die Betroffenen, zum anderen ist ArcelorMittal der größte Stahlkonzern der Welt – da muss auch der finanzielle Druck spürbar sein, damit die sich endlich bewegen.“

Ferner müsse durch die Stadt schnell geklärt werden, ob der langzeitige Giftstoffeintrag auch den Boden langfristig geschädigt hätte und ob hier Abhilfe möglich sei. Auch für solche Sanierungskosten müsse ArcelorMittal als Verursacher aufkommen. Dasselbe gelte selbstverständlich auch für Wertminderungen bei Häusern und Grundstücken.

Aktiv für die Klimarettung "Fridays For Future"


Auch in Bottrop tauschen sich jetzt Schülerinnen und Schüler darüber aus, wie man aktiv werden kann. 
Und weil wir das sehr begrüßen, wenn Jugendliche für ihre eigenen Interessen aktiv werden, verlinken wir hier auch gerne die whatsapp-Kontaktdaten: FFF Bottrop

Übrigens: 
NRW-Schulministerin Gebauer (FDP) soll einem Zeitungsbericht zufolge einen Großauftrag an eine parteinahe Unternehmerin vergeben haben: 

Vorwürfe gegen Schulministerin: Großauftrag an FDP-Spenderin

Ausgerechnet die Gebauer braucht den SchülerInnen also wirklich nicht zu erklären, was erlaubt ist und was nicht!

Mahnwache gegen rechten Terror

Rund 250 Menschen bei der kurzfristig angesetzten Mahnwache gegen rechten Terror in Bottrop und Essen auf dem Berliner Platz

Dank auch an "Essen stellt sich quer" für ihre Beteiligung!

Dank auch an die Genoss*innen u.a. aus Oberhausen und Duisburg, die ebenfalls zu dieser Mahnwache aufgerufen haben!

Neujahrsgruß der LINKEN. Bottrop: Höchste Zeit für einen Neubeginn

200 Jahre Bergbau sind Geschichte. „Es fehlen jetzt 4.500 Arbeitsplätze, es ist der Auftraggeber für die industrielle Peripherie eines Bergwerks weggebrochen“, kommentiert dies die Bottroper WAZ. „Natürlich geht durchs Bergbau-Ende obendrein auch Kaufkraft verloren“, erklärt LINKEN-Kreissprecherin Nicole Fritsche-Schmidt. Und ihr Co-Sprecher Günter Blocks ergänzt: „Vor dem Hintergrund einer jahrzehntelang verfehlten Wirtschaftsförderungs-Politik ist dies eine schwere Hypothek für Bottrop.“

Ohnehin sei Bottrop die wirtschaftlich schwächste Stadt in NRW:
Beim Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem liegt der Landesdurchschnitt bei 71.978 Euro. Die niedrigsten Werte verzeichnen der Kreis Heinsberg mit 58.830 Euro, die Stadt Herne mit 57.963 Euro und deutlich abgeschlagen am Tabellenende die Stadt Bottrop mit 52.237 Euro.
Auch beim verfügbaren Einkommen je Einwohner liegt Bottrop mit 19.674 Euro nur auf Platz 45 von 53 kreisfreien Städten und Kreisen in NRW – der Landesdurchschnitt liegt bei 21.614 Euro.

Nach Einschätzung von Blocks sei es offensichtlich, wer hierfür die Verantwortung trägt: „SPD und CDU haben sich in der Führung dieser Stadt mehrfach abgelöst und bis vor einem Jahr unausgesprochen miteinander koaliert. Allzu lange wurde fast ausschließlich auf den Bergbau gesetzt. Neue Gewerbegebiete wurden kaum entwickelt. Und die einseitige Ausrichtung der SPD/CDU-Wirtschaftsförderung auf Gesundheits- und Freizeitwirtschaft schafft ganz überwiegend nur prekäre Arbeitsplätze. Dass jetzt erst die Umnutzung der Bergbauflächen vorangetrieben wird, kommt viel zu spät. Wir haben das schon in unserem Kommunalwahlprogramm 2014 mit aller Deutlichkeit gefordert.“

Diese Entwicklung sei umso erschreckender mit Blick auf die schon jetzt ausufernde Armut, meint Fritsche-Schmidt: „Die Reichen sind so reich wie zuletzt im Kaiserreich. Die Armen werden immer mehr.“
Jeder sechste lebt inzwischen unter der Armutsgrenze. Rund ein Drittel davon sind Erwerbstätige. Rund drei Viertel der Armen haben einen mittleren oder hohen Bildungsabschluss. So die jüngst veröffentlichten Zahlen des Paritätischen.
„Es ist ein Skandal, dass es Einrichtungen wie die Tafel in so einem reichen Land geben muss“, hatte Wolfgang Weilerswist, der Vorsitzende der Tafeln in NRW, in der Heiligabend-Ausgabe der WAZ erklärt und ergänzt: „Wir kennen unsere Kunden von morgen schon: Die Menschen, die Mindestlohn bekommen – das sind die künftigen Tafelbesucher.“ Gerade bei Teilzeitstellen reiche das Einkommen weder zum Leben noch später in der Rente aus. Das lange gehegte Ziel der Tafel-Vereine, durch bessere staatliche Versorgung überflüssig zu werden, habe man beerdigt.
„Seit 25 Jahren gibt es die Tafeln in Deutschland. Vor 16 Jahren wurde die Tafel auch in Bottrop nötig: in Folge der sozialen Kahlschlag-Politik von SPD, CDU, Grünen und FDP“, ergänzt Fritsche-Schmidt.

Deutlich positiv zu bewerten sei hingegen das breite gesellschaftliche Bündnis gegen Rechts („Bündnis Buntes Bottrop“), meint Fritsche-Schmidt: „Weit mehr als tausend Menschen in Bottrop auf die Beine zu bringen, um gegen den Rechtsaußen Höcke zu demonstrieren, das war schon ein starkes Zeichen.“

„Dass LINKS wirkt, dass auch eine kleine, aber aktive Opposition Wirkung entfalten kann, zeigt sich an immer mehr Entwicklungen in Bottrop“, meint Blocks. Dabei verweist er auf die Beibehaltung der reduzierten Sonntagsöffnungen von elf auf sechs, auf das Ende der Befristungen bei Einstellungen in die Stadtverwaltung und auf die nunmehr anstehende Generalsanierung des Stenckhoffbads, dessen Erhalt erst per Bürgerentscheid gegen SPD und CDU durchgesetzt werden musste.
Auch den jüngst im Rat beschlossenen Einstieg in den sozialen Arbeitsmarkt wertet DIE LINKE als Teilerfolg. DIE LINKE hatte hierfür allerdings einen Mindestlohn von mindestens zwölf Euro und Beiträge in die Arbeitslosenversicherung gefordert, damit die Langzeitarbeitslosen nach der Beendigung der geförderten Stelle bei der Stadt nicht sofort wieder zu Hartz-IV-Empfängern werden, sondern wie andere Beschäftigte Arbeitslosengeld erhalten.

Abschließend erklären Blocks und Fritsche-Schmidt: „Auch 2019 wird sich DIE LINKE konsequent für mehr soziale Gerechtigkeit in Bottrop einsetzen: unter anderem für die Wiedereinführung des Bottrop-Passes und für ein kostenloses Mittagessen für alle bedürftigen Kinder.
In diesem Sinne wünschen wir allen Bottroperinnen und Bottropern einen guten Start ins Jahr 2019.“


Kein Menschenrecht auf Sonntagsöffnung

LINKE unterstützt Kritik der Gewerkschaft ver.di an Plänen der Verwaltung.

 In der Debatte um die Zulässigkeit verkaufsoffener Sonntage unterstützt DIE LINKE die Kritik der Gewerkschaft ver.di an den geplanten sechs außerordentlichen Öffnungsterminen an Sonntagen für 2019: „Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Die zusätzlichen Öffnungstermine an arbeitsfreien Tagen bringen nur eines: Mehr Stress für die Beschäftigten und ihre Familien sowie mehr Druck für kleine Händler. Mit solchen Ladenhütern aus der neoliberalen Mottenkiste wird man die Zukunft der Bottroper Innenstadt als attraktiven Einkaufsort nicht sichern. Ganz im Gegenteil“, sagt Niels Holger Schmidt, Sprecher der LINKEN im Rat.

Seine Partei unterstützt uneingeschränkt die Kritik der zuständigen Beschäftigtenvertretung ver.di an den Plänen der Stadt. „Hier wird – wieder einmal – nach der Pfeife der großen Handelskonzerne getanzt. Eine ordnungsgemäße Abwägung, ob denn die Zusatzöffnungen tatsächlich angemessen sind, kann ich in den aktuellen Planungen der Verwaltung nicht erkennen“, betont Schmidt.

Offenbar sei dort noch nicht angekommen, dass es kein ausreichender Grund für Ausnahmen vom Sonntagsschutz sei, dass irgendein Fest veranstaltet werde und die Händler die Kasse klingeln lassen wollten. Auch die Konkurrenzsituation mit dem Onlinehandel sei nach einem Spruch des Oberverwaltungsgerichts Münster an sich kein ausreichender Grund für ein Aufweichen des Schutzes der Sonn- und Feiertagsruhe.

„Abgesehen von der juristischen Fragwürdigkeit solcher Argumente: Sie sind sachlich auch falsch. Die Ausweitung der Sonntagsöffnungen dient ausschließlich den großen Handelskonzernen, weil diese durch die massenhafte Beschäftigung von schlecht bezahltem und prekär beschäftigtem Personal die inhabergeführten Kleingeschäfte mühelos kaputt konkurrieren könnten“, so Schmidt. Er verweist in dem Zusammenhang auf die dramatischen Zahlen von ver.di zu den miserablen Beschäftigungsbedingungen, Niedriglohn und Tarifflucht im Handel.

Ganz jenseits davon sind aus Sicht der LINKEN die sechs geplanten Termine im Vergleich mit anderen Städten angesichts der Größe von Bottrop und auch gerade von Kirchhellen völlig unverhältnismäßig: „Wenn man etwa sieht, dass eine Stadt wie Hannover, Landeshauptstadt mit über einer halben Millionen Einwohner, nur vier verkaufsoffene Sonntage zulässt, zwei davon in der City, merkt man schnell, dass es kaum angemessen sein, kann, dass in Bottrop mit nicht einmal 120.000 Einwohnern sechsmal geöffnet wird“, so Schmidt.

Abschließend fordert Schmidt gerade die SPD und ihren Fraktionsvorsitzenden Thomas Göddertz auf, die Vorlagen der Verwaltung zu dem Sonntagsöffnungen im Rat abzulehnen. „Es gibt kein Menschenrecht auf verkaufsoffene Sonntage. Im Landtag plustern sich Göddertz und Genossen als angebliche Sonntagsschützer auf. Kaum ist er zurück im Wahlkreis, hat er das scheinbar schon wieder vergessen und winkt im Rat jede Gefälligkeitsgenehmigung für Verkaufssonntage durch“, kritisiert Schmidt. Auch MdB Michael Gerdes könne in Berlin etwas tun, damit Dumpingkonkurrenz im Onlinehandel unterbunden und so der stationäre Handel gestärkt werde: „Auf einen Gesetzentwurf im Bundestag, der Online-Konzerne wie Amazon durch allgemeinverbindliche Tarifverträge dazu zwingt, endlich den geltende Spielregen einzuhalten, warten wir von unserem Abgeordneten Gerdes bisher vergeblich“, resümiert Schmidt.

DIE LINKE. Bottrop: Aktuelle Pressemitteilungen und Infos

...


Kein Menschenrecht auf Sonntagsöffnung

LINKE unterstützt Kritik der Gewerkschaft ver.di an Plänen der Verwaltung.

 In der Debatte um die Zulässigkeit verkaufsoffener Sonntage unterstützt DIE LINKE die Kritik der Gewerkschaft ver.di an den geplanten sechs außerordentlichen Öffnungsterminen an Sonntagen für 2019: „Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Die zusätzlichen Öffnungstermine an arbeitsfreien Tagen bringen nur eines: Mehr Stress für die Beschäftigten und ihre Familien sowie mehr Druck für kleine Händler. Mit solchen Ladenhütern aus der neoliberalen Mottenkiste wird man die Zukunft der Bottroper Innenstadt als attraktiven Einkaufsort nicht sichern. Ganz im Gegenteil“, sagt Niels Holger Schmidt, Sprecher der LINKEN im Rat.

Seine Partei unterstützt uneingeschränkt die Kritik der zuständigen Beschäftigtenvertretung ver.di an den Plänen der Stadt. „Hier wird – wieder einmal – nach der Pfeife der großen Handelskonzerne getanzt. Eine ordnungsgemäße Abwägung, ob denn die Zusatzöffnungen tatsächlich angemessen sind, kann ich in den aktuellen Planungen der Verwaltung nicht erkennen“, betont Schmidt.

Offenbar sei dort noch nicht angekommen, dass es kein ausreichender Grund für Ausnahmen vom Sonntagsschutz sei, dass irgendein Fest veranstaltet werde und die Händler die Kasse klingeln lassen wollten. Auch die Konkurrenzsituation mit dem Onlinehandel sei nach einem Spruch des Oberverwaltungsgerichts Münster an sich kein ausreichender Grund für ein Aufweichen des Schutzes der Sonn- und Feiertagsruhe.

„Abgesehen von der juristischen Fragwürdigkeit solcher Argumente: Sie sind sachlich auch falsch. Die Ausweitung der Sonntagsöffnungen dient ausschließlich den großen Handelskonzernen, weil diese durch die massenhafte Beschäftigung von schlecht bezahltem und prekär beschäftigtem Personal die inhabergeführten Kleingeschäfte mühelos kaputt konkurrieren könnten“, so Schmidt. Er verweist in dem Zusammenhang auf die dramatischen Zahlen von ver.di zu den miserablen Beschäftigungsbedingungen, Niedriglohn und Tarifflucht im Handel.

Ganz jenseits davon sind aus Sicht der LINKEN die sechs geplanten Termine im Vergleich mit anderen Städten angesichts der Größe von Bottrop und auch gerade von Kirchhellen völlig unverhältnismäßig: „Wenn man etwa sieht, dass eine Stadt wie Hannover, Landeshauptstadt mit über einer halben Millionen Einwohner, nur vier verkaufsoffene Sonntage zulässt, zwei davon in der City, merkt man schnell, dass es kaum angemessen sein, kann, dass in Bottrop mit nicht einmal 120.000 Einwohnern sechsmal geöffnet wird“, so Schmidt.

Abschließend fordert Schmidt gerade die SPD und ihren Fraktionsvorsitzenden Thomas Göddertz auf, die Vorlagen der Verwaltung zu dem Sonntagsöffnungen im Rat abzulehnen. „Es gibt kein Menschenrecht auf verkaufsoffene Sonntage. Im Landtag plustern sich Göddertz und Genossen als angebliche Sonntagsschützer auf. Kaum ist er zurück im Wahlkreis, hat er das scheinbar schon wieder vergessen und winkt im Rat jede Gefälligkeitsgenehmigung für Verkaufssonntage durch“, kritisiert Schmidt. Auch MdB Michael Gerdes könne in Berlin etwas tun, damit Dumpingkonkurrenz im Onlinehandel unterbunden und so der stationäre Handel gestärkt werde: „Auf einen Gesetzentwurf im Bundestag, der Online-Konzerne wie Amazon durch allgemeinverbindliche Tarifverträge dazu zwingt, endlich den geltende Spielregen einzuhalten, warten wir von unserem Abgeordneten Gerdes bisher vergeblich“, resümiert Schmidt.


Kein Menschenrecht auf Sonntagsöffnung

LINKE unterstützt Kritik der Gewerkschaft ver.di an Plänen der Verwaltung.

 In der Debatte um die Zulässigkeit verkaufsoffener Sonntage unterstützt DIE LINKE die Kritik der Gewerkschaft ver.di an den geplanten sechs außerordentlichen Öffnungsterminen an Sonntagen für 2019: „Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Die zusätzlichen Öffnungstermine an arbeitsfreien Tagen bringen nur eines: Mehr Stress für die Beschäftigten und ihre Familien sowie mehr Druck für kleine Händler. Mit solchen Ladenhütern aus der neoliberalen Mottenkiste wird man die Zukunft der Bottroper Innenstadt als attraktiven Einkaufsort nicht sichern. Ganz im Gegenteil“, sagt Niels Holger Schmidt, Sprecher der LINKEN im Rat.

Seine Partei unterstützt uneingeschränkt die Kritik der zuständigen Beschäftigtenvertretung ver.di an den Plänen der Stadt. „Hier wird – wieder einmal – nach der Pfeife der großen Handelskonzerne getanzt. Eine ordnungsgemäße Abwägung, ob denn die Zusatzöffnungen tatsächlich angemessen sind, kann ich in den aktuellen Planungen der Verwaltung nicht erkennen“, betont Schmidt.

Offenbar sei dort noch nicht angekommen, dass es kein ausreichender Grund für Ausnahmen vom Sonntagsschutz sei, dass irgendein Fest veranstaltet werde und die Händler die Kasse klingeln lassen wollten. Auch die Konkurrenzsituation mit dem Onlinehandel sei nach einem Spruch des Oberverwaltungsgerichts Münster an sich kein ausreichender Grund für ein Aufweichen des Schutzes der Sonn- und Feiertagsruhe.

„Abgesehen von der juristischen Fragwürdigkeit solcher Argumente: Sie sind sachlich auch falsch. Die Ausweitung der Sonntagsöffnungen dient ausschließlich den großen Handelskonzernen, weil diese durch die massenhafte Beschäftigung von schlecht bezahltem und prekär beschäftigtem Personal die inhabergeführten Kleingeschäfte mühelos kaputt konkurrieren könnten“, so Schmidt. Er verweist in dem Zusammenhang auf die dramatischen Zahlen von ver.di zu den miserablen Beschäftigungsbedingungen, Niedriglohn und Tarifflucht im Handel.

Ganz jenseits davon sind aus Sicht der LINKEN die sechs geplanten Termine im Vergleich mit anderen Städten angesichts der Größe von Bottrop und auch gerade von Kirchhellen völlig unverhältnismäßig: „Wenn man etwa sieht, dass eine Stadt wie Hannover, Landeshauptstadt mit über einer halben Millionen Einwohner, nur vier verkaufsoffene Sonntage zulässt, zwei davon in der City, merkt man schnell, dass es kaum angemessen sein, kann, dass in Bottrop mit nicht einmal 120.000 Einwohnern sechsmal geöffnet wird“, so Schmidt.

Abschließend fordert Schmidt gerade die SPD und ihren Fraktionsvorsitzenden Thomas Göddertz auf, die Vorlagen der Verwaltung zu dem Sonntagsöffnungen im Rat abzulehnen. „Es gibt kein Menschenrecht auf verkaufsoffene Sonntage. Im Landtag plustern sich Göddertz und Genossen als angebliche Sonntagsschützer auf. Kaum ist er zurück im Wahlkreis, hat er das scheinbar schon wieder vergessen und winkt im Rat jede Gefälligkeitsgenehmigung für Verkaufssonntage durch“, kritisiert Schmidt. Auch MdB Michael Gerdes könne in Berlin etwas tun, damit Dumpingkonkurrenz im Onlinehandel unterbunden und so der stationäre Handel gestärkt werde: „Auf einen Gesetzentwurf im Bundestag, der Online-Konzerne wie Amazon durch allgemeinverbindliche Tarifverträge dazu zwingt, endlich den geltende Spielregen einzuhalten, warten wir von unserem Abgeordneten Gerdes bisher vergeblich“, resümiert Schmidt.


Kontakt

DIE LINKE. Bottrop  

Bürgerbüro  

46236 Bottrop

Brauerstraße 41

Telefon: 02041 / 5687-184
Telefax: 02041 / 5678-185

Büro Öffnungszeiten:

Mittwoch 12:30-14:30 Uhr

Freitag 16-18 Uhr

 

Sozialberatung

Jeden Freitag von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

Telefon: 02041 / 5687-184

Beratung in Zusammenarbeit mit dem Rechtsanwalt Stefan Urbach in folgenden Bereichen:

  • SGB II (Hartz IV)
  • Asylrecht
  • Sozialrecht

im Bürgerbüro DIE LINKE, Brauerstraße 41, 46236 Bottrop  (Anfahrt)

 


 

Ansprechpartner:

 

 

Stadtmitte:  Dieter Polz 

Telefon  02041-20734


Kirchhellen und Grafenwald:

Ratsherr Christoph Ferdinand

Telefon  0163/4118192