Party ja, Spielsucht nein

Jonas M. F. Dittmann

DIE LINKE im Rat der Stadt Bottrop begrüßt die Forderung nach Abschaffung der Vergnügungssteuer für Party- und Tanzveranstaltungen, um die Freizeit- und Kulturszene zu entlasten.

„Bottrop hat ohne ein städtisches Theater, ohne ein großes Programmkino und spätestens seit Schließung des Saalbaus kulturell sehr gelitten. Somit ist eine Entlastung in diesem Bereich überfällig“, kommentiert Jan Szepetiuk, welcher DIE LINKE im Kulturausschuss vertritt. 

„Eine solche Steuer führt zu weniger kultureller Vielfalt oder erhöhten Eintrittspreisen, was wiederum besonders für Jugendliche und für Menschen mit geringem Einkommen eine weitere Einschränkung bedeutet“, ergänzt Ratsherr Christoph Ferdinand als stv. Vorsitzender des Sozialausschusses. „Wir möchten mit dieser Steuer aber weiter steuern und fordern daher gleichzeitig eine Erhöhung der Steuer auf den Spielumsatz für Spielbetriebe von aktuell 10 auf 20 Prozent“, so Ferdinand weiter. 

„Weniger Kultur, aber Spielbetriebe verdienen massiv an der Spielsucht der Menschen. Hier muss dringend gegengesteuert werden und die Mehreinnahmen könnten zweckgebunden an Präventionsangebote wie die Suchthilfe gehen“, erläutert Ferdinand. „Die Abschaffung der Vergnügungssteuer auf Veranstaltungen entspricht unserer zentralen Forderung aus dem Wahlkampf, die Stadt wieder attraktiver für Jugendliche zu machen“, kommentiert die Schülerin Melissa Gaus, welche für die Fraktion DIE LINKE neu in den Stadtrat gewählt wurde.